Newsletter 01/2014

Dieser Artikel wurde von ROLLENLAND Team am 03.01.2014 erstellt

Junge_mit_PET_Flasche

Sind Plastikverpackungen gefährlich für unsere Gesundheit?

Täglich begegnen wir Plastikverpackungen in Form von Getränkeflaschen, Umverpackungen von Lebensmitteln wie bei Käse- oder Wurstaufschnitt, Frischhalteboxen, Thermoskannen oder Babyflaschen usw. Die Liste ist lang. Bisher dachten die meisten von uns diese oft sehr nützlichen Verpackungen und Behälter seien gesundheitlich völlig unbedenklich. Diese Sichtweise gerät in letzter Zeit allerdings zusehends in die Kritik. Der Grund dafür heißt Bisphenol A. Dieser Stoff, der unter Chemikern korrekt 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)propan genannt wird, ist in den meisten der o.g. alltäglichen Dinge enthalten und kommt darüber hinaus in weiteren unzähligen Produkten vor. Bisphenol A gelangt in minimalen Mengen durch Abrieb oder gelöst in Nahrungsmittel und dann durch Verzehr in den menschlichen Körper. Darüber hinaus atmen wir Bisphenol A über den uns in Räumen ständig umgebenden Hausstaub ein. Nachweisen lässt sich Bisphenol A beim Menschen am einfachsten durch Abbauprodukte im Urin. Darüber, ob dies nun ein Grund zur Sorge ist, streiten Wissenschaftler weltweit seit mehr als 10 Jahren. Da Bisphenol A nicht akut toxisch ist, gab es auch aus der Sicht der meisten Wissenschaftler in der Vergangenheit wenig Grund zur Beunruhigung.

Was ist Bisphenol A

Seit mehr als 50 Jahren gehört Bisphenol A zu wichtigsten Alltags-Chemi­kalien. Bisphenole sind aromatische Kohlenwasserstoffe. Bisphenol A ist der Trivialname für 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)propan. Der größte Teil der weltweiten Produktion wird zu Polykarbonat und Epoxidharzen verarbei­tet. In monomerer Form kommt BPA als reaktive Chemikalie in der Farb­entwicklungsschicht thermosensitiver Papiere wie Quittungsbelegen, Kassen- oder Bonrollen zum Einsatz. Da viele Lebensmittelverpackungen, Getränkebehälter und Thermopapiere bisphenolhaltig sind, gelangen wir im Alltag sehr häufig in Kontakt mit dem Stoff. In den menschlichen Kör­per gelangt es dann über die Haut, die Atmung oder durch den Verzehr.

Immer mehr kritische Stimmen

Anfangs beschränkten sich die Studien auf Tiere und die Ergebnisse waren zum Teil widersprüchlich und verwirrend. In den letzten Jahren wurden vermehrt Ergebnisse aus Studien mit Menschen veröffentlicht, die zum Teil zu alarmierenden Erkenntnissen führten. Eine Arbeit von verschiedenen Wissenschaftlern um Ian A. Lang, die in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA (The Journal oft he American Medical Association) mit dem Titel „Association of urinary Bisphenol A concentration with medical disorders and laboratory abnormalities in adults“ veröffentlicht wurde, kommt klar zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen hohen Bisphenol A Konzentrationen im Urin und kardio­vaskulären Krankheiten (Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems) sowie Diabetes gibt.


Strengere Gesetze in Dänemark und Frankreich

Nachdem Dänemark 2012 die Verwendung von Weichmachern zur Herstellung von Lebensmittelverpackungen verboten hat, zog Frankreich nach und beschloss das Verbot des Weichmachers Bisphenol A ab 2015 flächendeckend. Damit setzten die beiden Länder auf nationaler Ebene um, was die EU auf europäischer Ebene nicht schafft. Ob und wann ein Verbot von Bisphenol A in der gesamten EU kommt, ist noch unklar. Tatsächlich hat die EU Anwen­dungsbeschränkungen oder Verbote schon mehrfach geprüft und immer wieder verschoben. Wir bei ROLLENLAND setzen uns schon heute für die Verwendung von bisphenol­­­freien Thermopapieren ein und leisten so einen wichtigen Beitrag für ein gesünderes Leben.

ROLLENLAND News Januar 2014

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